Paedche botze – Wege saeubern

Waldbreitbach putzte sich frühlingsfein heraus

 

Rund dreißig Aktive aus Vereinen und Verwaltung zwei Wochen vor Ostern beim „Pädche botze“ im Einsatz


– von Thomas Herschbach –

Waldbreitbach. „Vom Eise befreit sind Strom und Bäche“…, „Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte“.

Dass die Leitmotive von Deutschlands` Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe und Eduard Mörike zu Beginn der warmen Jahreszeit auch heute noch inspirierend wirken, verdeutlichten in Waldbreitbach zwei Wochen vor Ostern zahlreiche Vertreter aus Vereinen und Verwaltung mit der Nutzung ihres „grünen Daumens“. Zum sogenannten „Pädche botze“ von Ortsgemeinde und Verkehrsverein, hatten sich mehr als sechzig fleißige Hände zusammengefunden, um Wege und Wälder, Bäche und Ortsbild prägende Bauten von Unrat zu bereinigen – Waldbreitbach putzte sich sozusagen frühlingsfein heraus.

Da sah man die Musikvereinigung „Wiedklang“ und den Kirchenchor „Cäcilia“ anstatt mit Trompete und Notenblättern mit Harke und Abfallbehältern im Einsatz entlang von Strandbad und Wied. Die St. Sebastianus-Schützen und der Junggesellenclub „Gemütlichkeit“ taten es ihnen vom Weißen Kreuz zur Wiedbrücke am Kolpinghaus, hoch an den 3 Weihern und rund um Wehr und Spielplatz gleich – letztere, obwohl nach dem morgendlichen Reinigungsprojekt die Organisation der abendlichen Party-Veranstaltung „Project JC Vol. 3“ anstand. Derweil widmeten sich die Altjunggesellen „Bräpe Jonge“ vornehmlich der Verschönerung des Areals rund um die Alte Schmiede.

Während Bürgermeister Martin Lerbs und Beigeordneter Viktor Schicker mit ihren Mitarbeitern vom Bauhof mittels Kleintransporter im Stil der Heinzelmännchen mal hier mal dort Schmutzstellen bereinigten und sich die Feuerwehr auf das Schützen der Umwelt am Ortsausgang fokussierte, hatte sich der Verkehrsverein beim „immer schön sauber bleiben“ auf die Alte Ölmühle und die Gegend rund um die Kahnanlage konzentriert. Beim vom „Hotel zur Post“ gespendeten gemeinsamen Mittagessen waren sich Orts-Chef Martin Lerbs und Verkehrsverein-Vorstand Max-Josef Heumann einig: „Wenn Alle für ein attraktives Waldbreitbach anpacken, ist nicht nur das Ergebnis, sondern auch das gemeinsame Wirken an sich schön“. Oder, um es mit Goethe auszudrücken: „Durch des Frühlings holden, belebenden Blick, im Tale grünet Hoffnungsglück“.

im Laufe des Vormittags kamen noch etliche Helfer dazu

 

Viele Hände, schnelles Ende: Schlussendlich waren es über 60 fleißige Hände mit grünem Daumen, die beim „Pädche botze“ in Waldbreitbach anpackten. Fotos: ©Ulla Bergob

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