Verein

Der Verkehrs- und Verschönerungsverein Waldbreitbach wurde 1892 gegründet.

Seine Aufgabengebiete sind:
– die Verwaltung des Campingplatzes
– die Verwaltung des Kahnverleihs
– die Pflege und Betreuung der Ölmühle (zus. mir den Bräpe Jonge)
– der Blumenschmuck im Ort
– der Erhalt des Tretbeckens mit eisenhaltigem Wasser (zus. mir den Altgesellen)
– die Betreuung der Weiher in Zusammenarbeit mit anderen Vereinen

Der Vorstand:
1. Vorsitzender: Ignaz Weidemann
2. Vorsitzender: Max Heumann
Geschäftsführerin: Doris Hofmann
Beisitzer: Christoph Büsch, Martin Lerbs, Thomas Herschbach, HaJo Reuschenbach, Ulla Bergob, Richard Hahn

HISTORIE

  • GRÜNDUNG:

    Die Idee einen Verschönerungs-Verein in Waldbreitbach zu gründen entstand 1891.
    Das Ergebnis der Beratung wurde 1891 in der Chronik niedergeschrieben und lautete wie folgt:
    
„ Es wird beabsichtigt, für unser herrlich gelegenes Städtchen Waldbreitbach einen Verschönerungs-Verein zu gründen, welcher es sich zur Aufgabe machen soll, durch Anlegen von bequemen, reinlichen und schön gelegenen Spazierwegen, Errichten von Ruhebänken, Aussichtspunkten usw., Waldbreitbach und seine liebliche Umgebung für Einheimische und Fremde zu einem beliebten Aufenthalts- und Ausflugsort zu machen.
    Dieses Unternehmen kann aber nur dann von einem nennenswerten Erfolge begleitet sein, wenn sich all diejenigen, welche ein Herz für die Natur und die Schönheiten haben, zusammen schliessen und mit vereinten Mitteln, ein jeder für seinen Teil, zur Erreichung dieses schönen Ziels beitragen.“

    14 interessierte Bürger der Gemeinde trafen sich am 11. März 1892 und wurden einig über das Konzept einer Satzung.
    Ein jeder Bürger der Gemeinde konnte Mitglied werden, sofern er bereit war, einen monatlichen Beitrag in Höhe von 10 Pfennigen zu leisten.
  • Gewählt wurden in den Vorstand:
    Vorsitzender: Bürgermeister Goldmann
    stellvertr. Vorsitzender: Kaufmann Mengelberg
    Schriftführer: Lehrer Esser
    Kassenführer: Rentmeister Groß
    Beisitzer: Mühlenbesitzer Heinrich Scheid
  • Auszug aus dem ersten Prospekt des Verschönerungsvereins von 1906:
    Waldbreitbach, ein freundlicher Gebirgsort, liegt in einem der anmutigsten Seitentäler des Rheins, dem an Naturschönheiten reich gesegneten Wiedtal, 17 km von Neuwied, 9 km vonStation Hönningen a. Rh. entfernt.
    Für rüstige Fußgänger ist es von Hönningen aus( der Telephonleitung folgend)in 2 Stunden zu erreichen. 
Der Weg am mächtigen Basaltkegel Malberg vorbeiführend ist sehr lohnend. Von der Höhe herrliche Aussicht.
    Der Ort eignet sich durch seine anmutige, geschützte Lage am wildschäumenden Wiedbach, rings von waldgekrönten bergen umschlossen, wie kein anderer zur Erholung für den Städter, zum Ausruhen von des Tages Lasten.
Würzige, gesunde, kräftigende Bergluft stärkt die Nerven. Zum Baden im Fluß bietet das vom Verschönerungsverein errichtete Badehäuschen gegen geringes Entgelt Gelegenheit.
    Der Wiedbach ist reich an Fischen(Forellen, Hechte etc.) und jeder kann gegen Lösen einer Karte von 3 M dem Angelsport huldigen.
    Schöne schattige Wege, Spaziergänge im Tal und auf die Höhen mit herrlicher Aussicht in reicher Mannigfaltigkeit
  • Aktivitäten des Vereins ab 1895:(stichpunktartig, ausführliche Informationen im Jubiläumsbuch des Verkehrsvereins anlässlich des 100 jährigen Bestehens:
    Waldbreitbach-zehn Jahrzehnte)1895 – 1910
    schattige Wald- und Wanderwege,
    reizende Aussichtspunkte1906
    – Kräftigende Bergluft stärkt die Nerven,
    – Badevergnügen im Wiedbach,
    – reiche Fischbeute für AngelfreundeAnerkannte Einrichtungen für Heilung, Erholung und Rehabilitation1862  – Gründung der Gemeinschaft der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz durch Bruder Jakobus Wirth in der Kreuzkapelle
    – St. Josefshaus1863 – Gründung der Ordensgemeinschaft der Franziskanerinnen durch M. Rosa Flesch in der Kreuzkapelle /
    1913 vom Papst als Ordensgemeinschft anerkannt
    – Marienhaus / 1891 gegründet
    – St. Antonius Krankenhaus- Westerwaldklinik
    1892 – 1927
    – Gründungsstatuten
    – Zulassung der Frauen
    – Phase nach dem 1. Weltkrieg
    – neue Statuten
    – patriotische Tendenzen1903 – 1928
    – Badefreuden an der Wied, vom Badehäuschen zum Flusswellenbad1926 – 1928
    – Damenbad – Herrenbad 1926 – 19281927
    – Heikle Auseinandersetzung über „sittliche und moralische Verletzungen“
    – 1935 Juni-September: 11.285 Besucher im Freibad
    – 1959 22.390 Besucher in der Badesaison1909
    – Die Brücken der Wied – immer Sorgenkinder
    – 1925 Erbauung der Hängebrücke
    – 1930 Erbauung der Betonbrüce – Brückenstrasse1925
    der Aussichtsturm / 1945 im Krieg zerstört
    (Entwurf Zimmermeister Peter Reuschenbach /Wolfenacker)1915
    Waldbreitbacher Kirmes

    1924
    Fackelzug und 1.Feuerwerk

    1937
    „Veramtlichung“ des Verschönerungsvereins  und aller Vorgänge auf dem Gebiet Tourismus und Fremdenverkehrs

    1939 – 1945
    die Kriegsjahre – eine Ernüchterung

    die Zeit nach 1945

    1950
    Renovierung Badehauses

    1949-1950
    Aussetzung von Brutkarpfen in den Weihern

    1952 – 1965
    traditionelles Fischessen

    1955
    Camping, das neue Urlaubsvergnügen

    1961 Errichtung eines Minigolfplatzes